19Februar

Das Ziel einer interaktiven Fokusgruppe ist die Ermittlung von Anforderungen zukünftiger Systeme, Produkte und Services.  

Gemeinsam mit dem Fraunhofer IAO durften wir einen solchen Workshop für die Entwicklung einer Gesundheitsplattform durchführen. Anhand interaktiver und selbstreflektierender Einzel- und Gruppenaufgaben haben die Teilnehmer das bestehende Konzept bewertet und gemeinsam weiterentwickelt. Der dreistündige Workshop wurde in vier Phasen strukturiert:  

  • Selbstreflexion: Deep Dive ins Thema, Verstehen des Benutzerkontexts 
  • Gedankenexperiment: Tipps an mein Ich der Vergangenheit 
  • Lösungsvorstellung: Bewertung und Gewichtung des bestehenden Konzepts 
  • Partizipative Lösungserweiterung: Ergänzung um fehlende Features oder Services auf Basis der Ergebnisse aus Phase 3 

Um die Auswertung möglichst einfach und schnell zu gestalten, wurden im Vorfeld Templates für die jeweiligen Aufgaben entwickelt. Ihre Antworten gaben die Teilnehmer so beispielsweise durch die Vergabe von Punkten, das Sortieren von vorgeschlagenen Begriffen nach Wichtigkeit oder durch Kleben von Stickern.  

Der Workshop konnte von weiteren Kollegen und Mitarbeitern des Fraunhofer Instituts von einem anderen Raum aus live mitverfolgt werden. Sowohl das Feedback der Teilnehmer als auch das der Zuschauer fiel durchweg positiv aus: Der Austausch untereinander war für die Teilnehmer, in diesem konkreten Fall Osteoporose-Betroffene, sehr bereichernd. Wir selbst konnten wertvolle Erkenntnisse sammeln und unsere potenziellen Endanwender und deren Ziele und Motivationen besser verstehen.  

Fazit: Für den menschzentrierten Gestaltungsprozess ist die interaktive Fokusgruppe ein hilfreicher Weg, um konkrete und einfach auszuwertende Meinungen und Anforderungen von tatsächlichen Nutzern zu erlangen. Wir werden diese Methode auch zukünftig weiter einsetzen. Wenn Sie Interesse an diesem Format bekommen haben, geben wir Ihnen gerne weitere Auskünfte! 

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