13September

Motiven und Emotionen auf den Grund gehen

Posted by - Katja Jackson

Die erste Methode, die wir gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Usability des Fraunhofer Instituts im Rahmen unseres UUX-Projektes erarbeitet und eingesetzt haben, ist das Tiefeninterview.  

Mithilfe dieser Methode werden in Einzelgesprächen bei Personen der Zielgruppe Kernbedürfnisse, Motivatoren und Bedenken der Nutzer aufgedeckt, woraus sich wiederum der Mehrwert des Produkts sowie die Anforderungen an die Konzeption und das Design ableiten lassen. 

Durch eine gute Atmosphäre und ein freundliches und zwangloses Gespräch möchte man komplexe Erlebnisse der Nutzer nachvollziehen, mit all ihren Emotionen, Wünschen und Schwierigkeiten. 

Tiefeninterviews sind vor allem am Anfang der Produktentwicklung gewinnbringend. Es gibt noch keine Prototypen oder ähnliches, nur die Anforderung an das Produkt steht im Zentrum und wird mithilfe des Tiefeninterviews weitreichend erforscht. Was erwartet der Nutzer? Wann und wie würde er das Produkt nutzen? Und welche Wünsche hat er an dieses? 

Im Gegensatz zur Fokusgruppe haben die Tiefeninterviews den Vorteil, die individuelle Einstellung der Zielgruppe bei komplexen Themen herauszufinden. Die Nutzer werden nicht durch andere beeinflusst.  

Insbesondere bei sensiblen Themen wie Gesundheit oder Finanzen kommt diese Methode zum Tragen, aber auch bei anderen Themen lohnt sich das Tiefeninterview zum Einholen von authentischen und unverfälschten Meinungen. 

Um an diese Meinungen heranzukommen, half uns das Fraunhofer Institut, einen Fragenkatalog zu entwerfen, den wir als Leitfaden mit in das Interview genommen haben.  

Unsere ersten Erfahrungen mit dem Tiefeninterview sind durchweg positiv und wir sind uns sicher, dass wir diese UX-Methode noch in anderen Projekten anwenden werden. 

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